Haltung von innen heraus trainieren

Die SKOLISOHLE® richtet sich an Menschen mit Fehlhaltung im Allgemeinen, nicht ausschließlich an diagnostizierte Skoliose. Wer auf dieser Seite gelandet ist, weil Rücken oder Haltung Fragen aufwerfen, ist hier also richtig — mit und ohne Diagnose.

Wirbelsäule aus dem Lot

Die Skoliose, auch Wirbelsäulenverkrümmung genannt, ist eine Seitverbiegung der Wirbelsäule mit gleichzeitiger Verdrehung der Wirbelkörper. Die Wirbelsäule ist dabei nicht nur zur Seite geneigt — sie weist auch eine Rotation der Wirbelkörper und eine Verdrehung des Schultergürtels zum Becken hin auf.

In der Regel bildet die skoliotische Wirbelsäule mehrere, einander gegenläufige Bögen aus, die sich gegenseitig kompensieren und so das Körpergleichgewicht halten.

Je früher eine Skoliose erkannt wird, desto besser sind die Möglichkeiten, mit ihr umzugehen. Was sich im Erwachsenenalter als bleibendes Thema darstellt, lässt sich im Kindes- und Jugendalter oft noch deutlich beeinflussen. Unbehandelte ausgeprägte Skoliosen können langfristig auch innere Organe belasten und die Beweglichkeit einschränken — ein Grund mehr, Auffälligkeiten ärztlich abklären zu lassen.

Woran Sie eine Fehlhaltung erkennen können

Typische Anzeichen einer veränderten Körpersymmetrie sind:

  • ungleich hohe Schultern
  • ein herausstehendes Schulterblatt
  • eine schräge Kopfhaltung
  • ungleich hohe Hüften, eine herausstehende Hüfte oder Beckenverdrehung
  • ungleiche Taillendreiecke
  • einseitig ausgeprägte Lendenmuskulatur (Rippenbuckel, Lendenwulst)
  • eine Wirbelsäule, die sichtbar nicht im Lot steht
  • eine unsymmetrische Dornfortsatzreihe

Das sind Beobachtungen, keine Diagnose. Ob dahinter eine Skoliose steht, klärt die ärztliche Untersuchung — gemessen wird der Krümmungswinkel nach der sogenannten Cobb-Methode; ab etwa zehn Grad spricht man von einer Skoliose.

Fachbeitrag: Warum entstehen Skoliosen ohne erkennbare Ursache?

Häufigkeit, Ursachen, Formen

Wie häufig ist die Skoliose?

Als Richtwert gelten etwa drei bis fünf Prozent der Bevölkerung — vom geringsten Grad bis zur Schwerstform. Leichte Skoliosen mit kleinem Winkel kommen dabei deutlich häufiger vor als hochgradige oder operationsbedürftige.

Woher kommt sie?

In 80 bis 90 Prozent der Fälle ist die Ursache unbekannt — Fachleute sprechen dann von einer idiopathischen Skoliose. Vermutet werden hormonelle, nervliche oder muskuläre Auslöser; auch eine erbliche Veranlagung ist möglich. Meist bildet sich die Skoliose in Zeiten starken Wachstums und wird zwischen dem 10. und 14. Lebensjahr festgestellt; Mädchen sind deutlich häufiger betroffen als Jungen. (Mehr dazu auf der Seite Kinder & Jugendliche.)

Welche Formen gibt es?

Nach dem Ort der Krümmung: thorakal (Brustwirbelsäule), lumbal (Lendenwirbelsäule), thorakolumbal (Übergangsbereich) oder doppelbogig. Nach der Richtung: linkskonvex oder rechtskonvex. Und nach der Ursache: Neben der idiopathischen Skoliose gibt es Formen auf dem Boden einer Grunderkrankung — angeboren (etwa bei Halb-, Keil- oder Blockwirbeln), osteopathisch, myopathisch, neuropathisch oder fibropathisch. Nach dem Zeitpunkt des Auftretens unterscheidet man bei der idiopathischen Skoliose die infantile (bis zum 3. Lebensjahr), die juvenile (4.–10.), die adoleszente (11.–18.) und die adulte Form im Erwachsenenalter.

Für die Frage, ob und wie behandelt wird, zählen vor allem zwei Dinge: der gemessene Grad der Verbiegung — und wie schnell die Krümmung fortschreitet.

Wo das Training mit der SKOLISOHLE® ansetzt

Schematische Darstellung der SKOLISOHLE®: die justierbare Halbkugel unter der Sohle erzeugt beim Gehen Balance in drei Bewegungsebenen
Die Halbkugel unter der Sohle erzeugt beim Gehen eine Balancesituation in drei Bewegungsebenen. Die tiefe Haltemuskulatur reagiert darauf, ohne dass man sie bewusst ansteuern muss.

Unabhängig von der ärztlichen Behandlung gibt es einen Ansatzpunkt, der bei jeder Haltung eine Rolle spielt: die tiefe Haltemuskulatur entlang der Wirbelsäule. Sie lässt sich willentlich kaum ansteuern — sie reagiert auf Gleichgewichtsreize. Genau hier setzt das sensomotorische Training an.

Beim täglichen Training auf der SKOLISOHLE® wird die verkürzte (konzentrische) Muskulatur gedehnt und die gedehnte (exzentrische) Muskulatur gespannt. Mit zweimal täglich fünf Minuten wird die Rückenmuskulatur insgesamt angesprochen und gekräftigt — die linke und die rechte Seite des Rückens werden dabei mehr und mehr ins Gleichgewicht gebracht.

Die SKOLISOHLE® kann nur Skoliosen beeinflussen, die auf muskulärer Ebene entstehen, und sollte grundsätzlich als erweiterte, begleitende Maßnahme gesehen werden. Sie ist ein Sportgerät, kein Medizinprodukt, und ersetzt keine ärztliche Behandlung. Bei destruktiven Knochen- und Gelenkbeschwerden, Knochenbrüchen, Osteoporose, neuropathischen Erkrankungen und bei Schwindel bitte nur in Absprache mit einem Behandler trainieren.

Und der Unterschied zu Skoliose-Einlagen? Die SKOLISOHLE® ist keine Einlage, die im Alltagsschuh getragen wird und von außen stützt. Sie ist ein Trainingsgerät für zweimal fünf Minuten am Tag — danach wird sie wieder abgelegt. Beides verfolgt unterschiedliche Wege und kann sich ergänzen. (Mehr dazu in den häufigen Fragen.)

Wie das Prinzip funktioniert Erfahrungen von Anwendern

Übungen für zu Hause

Anwendung der SKOLISOHLE® beim Gehen: barfuß auf der Sohle, die Füße mit den Riemen fixiert
Trainiert wird im Gehen, überwiegend barfuß — zweimal fünf Minuten am Tag.

Wer mit dem Training beginnt, muss sich nichts ausdenken: Für zu Hause stehen die bewährten Übungsblätter als PDF bereit — zum Ansehen und Ausdrucken. Sie zeigen Schritt für Schritt die Skoliose-Übungen mit der SKOLISOHLE®, ergänzende Übungen für die Wirbelsäule und das Trainingsschema, an dem sich Einstieg und Steigerung orientieren:

Alle Downloads im Überblick: Broschüren und Trainingsschema

Ausprobieren — mit realistischen Erwartungen

Ob und wie deutlich sich das Training bemerkbar macht, hängt von Ausgangslage, Alter und Regelmäßigkeit ab — das ist individuell verschieden. Was sich zusagen lässt: zweimal fünf Minuten am Tag, zu Hause, ohne Termin.

89 €, zwei Einheitsgrößen (36–39 und 40–46). Sie haben 30 Tage ab Erhalt der Ware Zeit, den Vertrag zu widerrufen.

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